Madlen: Also, herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Happy Business, glücklich selbstbestimmt und frei Podcast, der Podcast für Unternehmerinnen. Ich bin Madeleine Heller, bin Gründerin von Heller Zauber, ich bin Unternehmerin und ich berate und begleite dich dabei, eigenes Business aufzubauen, auszubauen und das in die Welt zu tragen für ein Leben, du liebst. Und sie war in 2021, The Voice of Germany schreibt Songs. arbeitet multimedial, ist Grafikerin, Illustratorin, Trauersängerin, Erfinderin und Gründerin von Trostiger und ich sage herzlich willkommen, du zauberhafte Frau, herzlich willkommen Petra Berghaus, schön, dass du da bist.
Petra I Trost-Tiger: Dankeschön für die Einladung. Ja, ich freue mich total, hier zu sein. Das wird sicherlich ein... Also, das war jetzt schon eine Menge. Ich denke auch immer, mein Gott, was machst du alles? Aber ja, ich glaube, du hast vieles genannt. Ich glaube, das...
Madlen: Hab ich noch was vergessen? Als ich das erste Mal dich dir begegnet bin, da habe ich so gedacht, wow, was macht diese Frau alles? Wie hat sie das gemacht?
Petra I Trost-Tiger: Das stimmt, aber es ist immer noch mal was anderes, wenn das Menschen sozusagen dir spiegeln, weil wir ja selber immer das gar nicht so wahrnehmen irgendwie. Aber klar, es ist natürlich immer eins zum nächsten gekommen, gewachsen, aber ja, es ist und doch irgendwie alles eins. Also, doch finde ich für mich ist das alles der Begriff Trost, weil ich tröste auf verschiedenen Ebenen und so, ja, fügt sich alles zusammen.
Madlen: Ja. Musik war ja schon immer deins, hast du mir ja im Vorfeld schon erzählt und damit gibst du ja auch ganz vielen Menschen den Halt und ja, ich finde es einfach Wahnsinn, dass du so viele Sachen parallel machst, weil du hast ja auch einen Mann, sehr erfolgreich ist und gleichzeitig, also du kannst dich ja hinsetzen und die Füße hochlegen und gleichzeitig ruft es dich.
Petra I Trost-Tiger: Absolut, ja. Ja, da hast du nicht unrecht. Vor allen Dingen, ich werde mich noch erinnern, mein Mann musste nach Dubai für vier Jahre beruflich und da hat er auch gesagt, ja komm doch mit, jetzt nicht für die ganze Zeit, weil das hätte ich jetzt auch für mich nicht gesehen, Aber ich konnte dann mal acht Wochen dann, noch mal sieben Wochen, noch mal sechs Wochen. Ja, und ich hätte im Grunde mich an den Strand legen können, weißt du? Aber ich dachte, nein, was soll ich da am Strand?
Madlen: Hahaha Also was war dann dein Beweggrund? Was war dein Beweggrund, dein eigenes Geschäft zu machen, deine Geschäfte zu machen und ja auch vieles so parallel zu gestalten? Was war der Grund überhaupt dann selbstständig nicht zu machen?
Petra I Trost-Tiger: Weißt du, also ich hab festgestellt, dass ich nicht für ein Angestelltenverhältnis geboren bin. Also das wusste ich schon immer. Ich hab das immer wieder versucht, aber ich war auch immer schon selbstständig. Also es ging schon los als Grafikerin noch. Ich hab in Berlin gelebt, 15 Jahre. Und da war ich auch erst mal gut angestellt. Aber, weißt du, ich hab gemerkt, nee, ich hab da oft diese Hierarchie nicht verstanden. Dieses, warum darf ich jetzt die Bereichsleiter nicht anrufen? Ich hab doch eine tolle Idee.
Madlen: Ja. Ja.
Petra I Trost-Tiger: Damals habe ich auch schon so gesprudelt vor Ideen und weißt du, da, du wirst immer eigentlich abgeschnitten, du wirst immer begrenzt und dein Potenzial kannst du nicht leben da. Und dann habe ich gemerkt, sobald du ja selbstständig bist, sobald du für dich selber einfach losläufst, du kannst alles machen. Du darfst alles machen und das ist viel besser und da habe ich auch gemerkt, da kann ich mich richtig austoben.
Madlen: Also es ist ja auch dieses freie Leben, dieses freie, selber den Tag zu gestalten, selber die Dinge zu tun, die du willst, selber entscheiden zu können.
Petra I Trost-Tiger: Ja, es ist so schön. Ja, und du darfst alles mit einer Person sein, weißt du? Und du kannst entscheiden, wen hole ich mir dazu. Wer soll mir helfen? Wie kann man mir helfen? Also es ist, ich finde es wundervoll, weil wie gesagt, ich habe eben diese verschiedenen Fähigkeiten. Also ich hatte immer schon den grafischen Teil und auch immer schon die Musik von Anfang an. Schon als ich Kind war, habe ich Musik gemacht, gesungen, Obo gespielt und gezeichnet. Ich wusste nie, wie soll ich mich denn da entscheiden? Was soll ich denn mal beruflich machen? Und deswegen ...
Madlen: Ja. Ja.
Petra I Trost-Tiger: sage ich mal, ja, irgendwann musste ich mich entscheiden, bin in den grafischen Bereich gegangen, aber jetzt kann ich halt alles machen und kann alles vereinen in dem Projekt, was ich jetzt mache. Ich darf schreiben, ich darf zeichnen, ich darf singen. So.
Madlen: Wo nimmst du denn all deine Ideen her? Wie machst du das mit den Ideen? Kommen die einfach da oder setzst du dich auf Meditationskissen, gehst du raus, wie machst du das für dich? Wie kommt die so? ⁓
Petra I Trost-Tiger: Also ... Nee. Also, tatsächlich bin ich, glaube ich, so geboren. Jetzt muss man sagen, das ist zwar noch ein großes Thema, was man da aufmacht, aber in der Familie sind wir im Autismus-Spektrum. Mein Sohn hat auch diagnostiziert Asperger-Syndrom. Bei mir ist es sicher eine Mischung aus ADHS und Asperger-Syndrom. Das ist aber wundervoll. muss sagen, ich habe natürlich auch Probleme mit Ordnung, mit was ich brauche, viel Struktur und so weiter, trotzdem so im Außen. Aber im Inneren habe ich halt einfach einen nicht zu endenden Fundus von Ideen, weil mein Gehirn die ganze Zeit wie so ein Silvesterrakete mäßig, weißte? Ja, es ist so. Ne, deswegen
Madlen: Eigentlich werde ich dem nächsten, würdest du sagen.
Petra I Trost-Tiger: Natürlich, ich sag immer, man kann nicht alles haben im Leben. Dafür fehlt mir viel Struktur, ich bin sehr chaotisch, ich vergesse auch viel im Alltag. Also nicht beruflich, da bin ich voll on point. Aber ich vergesse schon mal, dass ich verabredet bin mit einer Freundin, ich einkaufen sollte, dass ich ... Ja, nee, weil das ... Also, ist ja fokussgenau, da passiert mir das auch nie. Ich hab auch nie Angst, wenn ich eine Trauerfeier begleite ...
Madlen: Verabredungen hast du nicht vergessen. Also das hat super gemacht.
Petra I Trost-Tiger: am falschen Ort bin oder die falschen Lieder mitbringe, noch nie passiert, da kann das Gehirn total Leistung geben. Aber das, was für mich nicht wichtig ist oder fürs Gehirn, weißt du, so nach dem Motto, was wollte ich heute kochen, egal. Also dieser Alltag, ach, ich sollte waschen, nee, vergessen, ist ja auch egal. Mein Gott, dann macht man's, ja, total. Exakt. Ich bin immer, das ist auch vielleicht das Geheimnis, ich bin immer in der Sekunde jetzt da.
Madlen: Intuitiv oder? Sehr intuitiv, nämlich das gerade war, was du da erzählst.
Petra I Trost-Tiger: Weißt du, ich bin nie im Morgen, im Gestern, ich habe so gelernt, im Jetzt zu sein. Das ist natürlich auch eine Übung, die mir natürlich noch mit 20 noch nicht gelang und mit 30 auch noch nicht, aber dadurch habe ich wirklich gelernt, okay, wenn ich mich auf diesen Moment konzentriere, weißt du, jetzt bist du für mich der wichtigste Mensch hier, so, ne, und unser Gespräch und alles andere ist ganz weit weg, ne, und so alles, das kann ich komplett vergessen.
Madlen: Das ist schön. Ja, genau, die Aufgaben mal rauslassen, das ist noch die Clue-Liste, die da ist, weg.
Petra I Trost-Tiger: Mein Mann lacht sich immer tot so, weil er denkt, wie kannst du das übersehen? Ja, kann ich. Ist das Leben auch schöner und leichter, ehrlich gesagt? Weil immer das, was ich gerade mache, ist das Wichtigste. So, weißt du? Und das ist toll, weil du dann immer in diesem Flow bist. Ich bin eigentlich permanent in einem Flow-Zustand. Und das ist der Zustand, vielleicht kennst du den und die Hörer. Und das ist einfach dies, wenn du alles vergisst und dann fließt das aus dir heraus. Ich bin mir sicher, dass das jeder kann. Das ist jetzt gar nicht so ein Geheimnis, sondern ...
Madlen: Ja. Ja.
Petra I Trost-Tiger: Man muss diesen Zustand lernen, wo wirklich alles aus deinem Gehirn raus darf und du ganz frei in deinem Kopf bist, ohne Begrenzungen. Ja, auch ohne Glaubenssätze, die dir sagen, nee, das ist doch schlecht und das kannst du nicht und so. Das gibt's in dem Moment für mich dann nicht. Natürlich hab ich auch Ängste. Aber in dem Moment, wenn ich diese Ideen habe und was entwickle, hab ich keine negativen Glaubenssätze. Dann freu ich mich nur an den Ideen und denke auch nie ...
Madlen: Du sagste! Was du gar nicht angekündigt hast.
Petra I Trost-Tiger: Wie soll es das umsetzen? Das denke ich noch gar nicht.
Madlen: Du hattest mir ja auch erzählt, dass du ein sehr schüchternes Mädchen warst. Wie hast du das da gemacht, dass du den Mut gefunden hast? Weil bei mir geht es ja auch immer wieder Mut, ⁓ Ängste, die wir loslassen dürfen, wo wir trotzdem den Schritt machen, auch wenn es vielleicht irgendwie unsicher, ungewiss ist, was da hinten rauskommt. Wie hast du das gemacht, dass du deine Schüchternheit losgelassen hast?
Petra I Trost-Tiger: Ja, total. Ja. Hmm... Total! Ja, also es war nicht nur Schüchternheit, es hat ja ein richtiges festes Sprachproblem. Ich habe als Kind quasi gestottert, das ging so in der achten Klasse los. Da waren so die ersten kleinen Blockaden gekommen, wo ich merkte, hö, warum spricht sie jetzt so komisch? Irgendwann merkst du das ja, dass das was nicht so richtig fließt mehr. Also die Sprache war nicht mehr mein Freund, musst du dir vorstellen. Und dann habe ich mich natürlich zurückgezogen. Und dann sah das natürlich so aus, sie ist irgendwie scheu und sie
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: spricht nicht. Ich hab das natürlich gemacht, mich quasi zu schützen, weil natürlich, weißt du, junge Menschen, das könnte auch schlimm sein, man will ja nicht gemobbt werden. Das heißt, ich hab einfach entschieden, ich rede hier einfach nicht mehr an diesem Ort. Und das war im Grunde so, dass ich aber trotzdem meine Träume ja behalten habe. ein bisschen verrückt, weil ich weiß, dass ich damals unbedingt so Schauspielerin und Sängerin sein wollte und auf der Bühne stehen wollte. Und gleichzeitig ich keine Sprache mehr. ⁓
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: Aber ich habe diesen Traum nie vergessen, also der war immer präsent. Ja!
Madlen: Heute singst du ja sogar auf Instagram.
Petra I Trost-Tiger: Ich mache Live-Konzerte bei Instagram, ich bin auf Bühnen, ich erzähle, ich habe ja ganze Programme, wo ich auch spreche und singe. Du, ich habe einfach irgendwann entschieden, und das ist natürlich ein Prozess, das ist nicht einfach so passiert. Natürlich brauchst du Therapien, Begleitung, dass du gestärkt wirst einfach, dass du dir sagst, pass auf, du hast ja was zu sagen. Also, weißt du, wenn dieser Impuls ist, ich habe ja was zu sagen, egal wie es jetzt rauskommt.
Madlen: So schön.
Petra I Trost-Tiger: wir werden schon einen Kanal finden. Und so habe ich mit dem Malen angefangen, weil dadurch konnte ich meine Gefühle ja total gut äußern und zeigen. Dann kam die Musik dazu und deswegen bin ich eigentlich dankbar, dass ich diese Sprechangst entwickelt habe, weil sonst wäre ich nie so fokussiert in den Bereich Musik, Kunst gegangen, weißt du? Weil das waren ja diese Ausdruckskanäle, die ich konnte. Dass die Sprache noch wiederkam, konnte man ja nicht erahnen, aber wie man hört, ich kann jetzt sprechen, sie ist wiedergekommen, ja.
Madlen: Und es ist ja letztendlich, wenn du es immer wieder tust, wenn du immer wieder mutig bist, dich traust, ja und sagst, du stehst halt trotzdem auf dieser Bühne, du siehst dich von deiner Vision her immer wieder auf dieser Bühne, dann gehst du einfach, dann machst du es immer und immer wieder. Ich kenn es ja von mir selber auch, wenn ich auf die Bühne will, dann ist natürlich mein Herz was schlägt und was am liebsten davon laufen würde. So war es zumindest in der Vergangenheit. Und heute traue ich mich halt, da gehe ich halt hin. Und ja, und wenn ich was...
Petra I Trost-Tiger: Genau. Ja. Ja, genau.
Madlen: wenn es mir die Sprache verschlägt, dann warte ich halt kurz, halte inne, verbinde mich wieder und dann kann ich weitersprechen.
Petra I Trost-Tiger: Ganz genau, absolut. Also, wie gesagt, wir können das alle. Und wie gesagt, meine Voraussetzungen waren sehr, schlecht. ne? Aber ich hab mich ja immer da gesehen. Ich wusste, dass das irgendwann passiert. Man muss manchmal warten. Und dann kommt der Moment, weißt du? Und dann ... Und deswegen ... hat ich auch die Zeit mir genommen. Also, ich wusste auch, nee, jetzt ist es noch nicht so weit. Und ich weiß noch, das erste Mal auf der Bühne mit meinem eigenen Musikprogramm, das glaub ich, jetzt 17 Jahre her ungefähr.
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: Da habe ich damals zu meinem Musiker gesagt, weil der Björn war auch sehr scheu und hatte auch die gleichen Ängste wie ich. Und ich weiß noch, wie wir zusammensaßen, so Musik ein bisschen erarbeitet haben, Lieder geschrieben haben und wie wir, wie ich gesagt habe, pass auf, wir machen jetzt unser erstes Konzertprogramm mit eigenen Liedern. Wir gehen jetzt auf die Bühne. Wir haben ja beide Angst, lasst uns da verbinden in der Angst. Und das war ganz tolles Konzert und natürlich war ich dann auch nicht so
Madlen: Ja. Ich bin gerade Gänsehaut.
Petra I Trost-Tiger: Locker, ja, das war so schön. Also ich werde das nie vergessen. Da hatte ich noch wahnsinnige Angst, nicht zu singen, weißt du, dass, weil beim Singen habe ich nie Angst. Aber ich hatte natürlich Angst, zu moderieren zwischen den Liedern, was zu sagen. Du kannst ja nicht einfach nur Lied an Lied binden. Du musst die Leute ja, weißt du, ihnen eine Geschichte erzählen. Sie durch dich diese Geschichte führen. Warum jetzt dieses Lied, was ist der Hintergrund, das willst du ja auch erzählen. Und da habe ich natürlich richtig Angst vor gehabt. da war es auch noch nicht so flüssig, aber egal. Es war, wir waren auf der Bühne und ja, das war toll. Das war toll und ...
Madlen: Das ja wie als Rednerin, dann hast du ja auch immer einen Fahrplan irgendwie. Du brauchst ja auch da die Geschichte, dass du Menschen bildhaft was übermitteln kannst, damit natürlich auch Emotionen entstehen, sonst würde dir ja gar niemand mehr zuhören.
Petra I Trost-Tiger: Ganz genau. Und das hilft dir aber so total bei den Ängsten. Also wenn du dich wirklich konzentrierst auf das, was du sagen willst. Nicht wie sage ich es jetzt, Gott bleibe ich bei dem Wort hängen, Gott werde ich stottern, werde ich rot werden. Das blendest du nämlich dann aus, weil wenn du dich ganz auf dein Thema konzentrierst, auf deine Vision, was möchte ich den Leuten sagen? Dann blendest du das andere nämlich aus. So war das bei mir. Ich habe dann gar nicht mehr an meine Angst gedacht.
Madlen: Mh. Ja. ganz genau.
Petra I Trost-Tiger: Ich hab nur gesagt, ich möchte den Leuten das und das erzählen und ihnen zeigen, wie man Mut gewinnen kann. Wie man ... Es ist nie zu spät, seine Träume zu verwirklichen. Davon handeln ja auch meine Lieder, von Mut, die Angst zu überwinden und so weiter. Und dann ging das. Das war dann so schön, das Feedback zu sehen, so in den Augen. Das hilft auch, sich zu konzentrieren auf die Menschen. Dann bist du nicht mehr bei deiner Angst, sondern guck, wie reagieren die, wer guckt dich an.
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: Such dir eine Person, die dich nett anguckt. Das hilft auch, ne?
Madlen: Das habe ich auch schon ganz oft gehört, genau im Publikum eine Person sitzen zu haben, die dann vielleicht mal mitnickt, die dich da einfach bestärkt unterstützt und bringt dich dann in deine Fülle statt in die Unsicherheit.
Petra I Trost-Tiger: Ja, das ist super. Ja, natürlich. Ganz ehrlich, glaube, wir haben alle Ängste. Also ich kenne noch keinen Menschen, habe keinen Menschen kennengelernt, der komplett ohne Ängste ist. Gibt es nicht.
Madlen: Nein. Und das ist ja auch so, so bauen wir auch unser Business auf, weil wir haben ja immer wieder Herausforderungen oder neue Wege, die wir noch nie gegangen sind. Und deswegen braucht es natürlich Mut und deswegen braucht es einfach dieses Gefühl, wie du gerade sagst, dann vielleicht auch mal die Augen schließen und sagen, okay, was ist jetzt mein nächster Schritt? Auf einmal intuitiv ist er da, kommt er zu dir.
Petra I Trost-Tiger: Takla! Ganz genau, die kommen von alleine. Also es geht eigentlich immer Vertrauen. Es geht immer Vertrauen, egal bei welchem Thema wir hängen. Am Ende ist es das Thema Vertrauen in uns, weil wir wissen ja, was wir der Welt mitteilen wollen. Wir müssen das nicht lernen oder Wir haben ja so eine Vision, weißt du, und das wollen wir zeigen. Und zwar mit einer Begeisterung, die wir doch in uns haben. Die müssen wir doch nur rauslassen, so. Und dann reißen wir die Leute mit.
Madlen: Ja. Ja.
Petra I Trost-Tiger: weißt du, weil, aber wenn ... Ja.
Madlen: und ganzen Bremsungen hinter uns lassen, was die anderen denken, was Familie denkt, was Freunde denken, was andere Unternehmer denken, total egal.
Petra I Trost-Tiger: Na klar. Ja, weil ganz ehrlich, bei mir haben auch immer oft Leute gesagt, ja, aber warum dann, wenn du doch Angst hast, ja dann lass es doch. Also du musst doch jetzt nicht auf die Bühne, Warum machst du, warum quälst du dich? Da habe ich immer gesagt, ja, weil ich es möchte. Nur weil ich jetzt Angst habe, heißt das ja nicht, dass ich das nicht möchte. Ich habe ja den Traum. Warum soll ich denn jetzt den Traum aufgeben, nur weil es schwer ist?
Madlen: Ja. Hast du für dich ein Vision Board, weil wir gerade vom Traum sprechen? Arbeitest du selber mit visuellen Sachen, dass du sagst, du hast da so Bilder für dich, wo du immer wieder angebunden bist, auch dich verbindest, wie dein Unternehmen weiter wachsen soll, dein Leben sein soll?
Petra I Trost-Tiger: Also ich bin ja ein sehr grafischer Mensch, das ist vielleicht so, wenn man Grafiker ist, und ich habe sehr viel Fantasie. Das spricht, ich mache tatsächlich nie Visionboards, die ich mir zeichne. Ich habe das alles hier oben. Ich sehe immer Bilder. Also das war schon auf der Arbeit früher so, dass Leute mit mir immer gern gearbeitet haben, weil die mussten mir nur sagen, also ich stelle mir das und das so und so vor, muss ich dir das noch aufzeichnen? Ich so, nee, ich sehe es ja schon. Ich habe dann immer das Ergebnis schon im Kopf gehabt und dann musste ich es nur
Madlen: Ja. Ja.
Petra I Trost-Tiger: fertig machen. Und so, weißt du, sehe ich, ich sehe mein Zukunfts-, ich sehe ich immer.
Madlen: Total schön. Mir geht es ja auch so, je mehr Visionboard, je mehr Bilder ich irgendwie so für mich drin habe, das habe ich auch in meinem Buch geschrieben, Happy Business, Traumjob Unternehmerin, da schreibe ich auch über diese Visionen und je mehr ich mit diesen Bildern angebunden bin, umso mehr sehe ich das auch. Es ist immer irgendwie, was ich denke, es ist fast immer irgendwie in Bildern greifbar und das ist schön.
Petra I Trost-Tiger: Ja, also Bilder sind einfach total magisch und so fantastisch, weil wie gesagt, die sind so stark, da brauchst du keine Worte, da brauchst du die Energie, du brauchst ja nur dieses Gefühl. Wie fühlst du dich dann? Also ich habe mir mal vorgestellt, auf dieser Bühne zu sein, zu stehen, zu den Menschen zu sprechen, weil meine Vision war, Menschen zu berühren, Egal wie. So. Ja, jetzt habe ich es geschafft, ne? Aber damals, ne, in meiner, das
Madlen: Das machst du auch heute.
Petra I Trost-Tiger: Was damals nicht richtig sprechen konnte. Wie soll ich denn Menschen berühren? Das war noch weit entfernt. Aber ich konnte es durch die Zeichnung. Ich hab immer Gesichter gezeichnet. Kinder, Erwachsene, so prominente Portraits. Ich war eine Porträtmalerin. Und ich liebte immer Augen. Ich hab immer mit den Augen angefangen. Wenn die Augen lebendig dich angeguckt haben von der Zeichnung her, dann wird das Bild super. Und das war ... Ich lieb's jetzt auch noch. Das ist so schön. Dann, weil dann hast du Kontakt zu diesem Bild, was du selber zeichnest, weißt du? Und dann kannst du dem Menschen ein Gefühl geben. So, ich habe eine Zeit lang viele traurige Kindengesichter gemalt, meine Eltern hatten ein bisschen Sorgen. Naja, zu Recht, die wussten damit nichts so anzufangen, weil über Gefühle reden war jetzt noch nicht so unbedingt, ja, einfach bei uns in der Familie. Gerade mit meinem Vater ist schwierig, ist glaube ich in vielen Familien so.
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: Und da haben die natürlich, und vielleicht habe ich auch immer hier zeigen, guck mal, ich habe ein Problem, also ich bin traurig, ich habe Angst. Ich konnte das nicht sagen, ne? Ich konnte da gar nicht drüber sprechen. So, und diese Augen meiner gezeichneten Kinder haben aber gesprochen.
Madlen: Und du hast ja den Trosttiger erst gegründet, nachdem deine Mutter verstorben war. Richtig? Und du machst das ja auch gar nicht alleine. Du bist ja auch gar nicht alleine auf der Bühne und bringst Emotionen rüber. Sondern du machst das zusammen mit deiner Tochter Nina.
Petra I Trost-Tiger: Genau, genau. Ja, das ist richtig schön. Genau, also man muss sagen, ich bin schon einen guten Weg gegangen, aber den richtigen steilen Weg, wirklich an die Spitze, also da, wo man hin will, das Ziel, also das habe ich wirklich erreicht, nachdem meine Mutter verstarb erst. Weil jetzt denkt man erst mal natürlich, ja, du warst in Trauer, genau, ich war in Trauer, meine Mutter ist verstorben Ende 2019, Silvester, ja, an dem Tag, wo ich sage, klar, weil mein Umstand war auch so lebensfroh und so. Die dem Leben so zugetan. Sie hatte dann Speiseröhrenkrebs und war fünf Wochen nach ihrer Diagnose gestorben. Und das war natürlich heftig, ja, in dieser Trauer zu sein. Und trotzdem hat sie mir so was Wichtiges mitgegeben, weil sie gesagt hat, Petra, jetzt sehen wir's ja. Wir haben nicht ewig Zeit, die Träume zu verwirklichen. Wir haben nicht ewig Zeit. Und sie wusste ja auch immer, was ich kann, was mein Potential ist. Und dass ich das aber noch nicht ... so erreicht habe, ich hin möchte. Und dann hat sie ja gesagt, mein letzter Wunsch Petra, das singst du auf meiner Beerdigung. Und damit hat sie mir natürlich eine schwere und eine wundervolle Aufgabe gegeben.
Madlen: Ja. weil es ja trotzdem Trauer und Traurigkeit und gleichzeitig singen und stark sein und berühren.
Petra I Trost-Tiger: Aber, ja, aber das war wundervoll. Also ich hab natürlich gedacht, ich kann das nicht, ich schaff das nicht. Aber wir machen's ja hier kurz. Ich hab's geschafft. Ich hab da gestanden, ich hab das Lied gesungen. Der letzte Koffer so, was bleibt am Ende? Ein Koffer bleibt von einem Leben übrig. Und ich lass ihn dir hier so. Und dann, und in dem Lied heißt es, ich geh jetzt heim. Mehr ist es nicht. Ich geh jetzt heim. Und das war dann auch so tröselnd für mich. Und ich war so stolz, dass ich das geschafft habe. glücklich. Also das kann man gar nicht beschreiben. Der Moment war natürlich traurig, aber auch der schönste in meinem Leben so. Und dann habe ich gemerkt, okay, du kannst wirklich auch in einem traurigen Moment, wo du denkst, ich muss jetzt weinen, mir bleibt die Sprache weg, Kannst du es aber, wenn du es möchtest. Und dann habe ich diesen Spruch so in mir gehört, wenn der Wunsch größer als die Angst ist, können wir alles schaffen. Das habe ich so gehört. Und das sage ich jetzt immer den Menschen. Weil so ist es, wenn der Wunsch größer ist.
Madlen: Wunderschön. Wunderschön.
Petra I Trost-Tiger: Dann hat ihr Angst, nichts mehr zu sagen. Dann schaffen wir das, weißt du? Weil dieser Wunsch, dieser Drang, ich möchte das. Ich muss es nicht, ne? Wenn wir müssen, dann wird's nicht gehen. Aber wenn wir möchten, das ist ein Riesenunterschied, ich möchte das jetzt gerne machen für die Mama, dann geht das. Dann geht das. Und dann ging das los, genau. Dann hab ich praktisch, wurde ich ganz viel gebucht, dann war die Voice of Germany-Geschichte, ja, dass mein Video ... wo meine Tochter sagt, lad doch mal ein Video hoch. Casting ist so, nee. Und dann ist mein Video durch die ganzen Runden weitergekommen und ich hab das ja gar nicht gemerkt, weil irgendwann krieg ich eine E-Mail, ne, du bist in vorletzten Runde, wir kommen nach Berlin,
Madlen: Haha Wahnsinn! Herzlichen Glückwunsch
Petra I Trost-Tiger: Das war so unglaublich, ne? Weil ich glaube, wenn das Casting vor Ort gewesen wäre, weil es war Corona und da haben die das umgeswitcht, weißt du? Wenn das Casting vor Ort gewesen wäre, ich hätte mich gar nicht hingetraut. Ich wäre doch gar nicht da hingegangen. Und so hat mein Video, ja, mit meinem Gesang, jede Runde Runde ist es weitergekommen. Und dann war ich in der letzten Runde. Und dann war ich auf der Bühne. Ja, und da habe ich auch noch gedacht, da habe ich noch gedacht zu mir, Petra, du kannst jetzt noch ewig warten.
Madlen: 19... 19... 19... Ja. Wunderbar.
Petra I Trost-Tiger: und über deine Ängste sprechen und über deine Trauer sprechen. Oder du nimmst jetzt diese Bühne, da gucken Millionen zu, und dann wissen's gleich alle. Dann brauchst du nicht jeden anrufen. Weißt so hab ich gedacht. Und dann hab ich auch schon in den Interviews alles erzählt von meinen Ängsten, dass ich auch echt Sprechangst hab hier und ich hab echt Angst beim Sprechen, dass ich das vielleicht vor Aufregung dann nix rauskriege und so weiter. Und die waren so entspannt, so toll zu uns da, die Redakteure.
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: Und dann habe ich mich auch wirklich tatsächlich dann auch wohl auf der Bühne gefühlt. Also kann man sich ja nochmal angucken, Trauersänger, wenn man Trauersängerin eingibt und Mut, weil mein Lied hieß nämlich Mut, ja, sehr bezeichnend. Ja, ich schreibe ein Buch über Trost, aber Mut kommt vor. Es geht ⁓ einen, also es ist ein Trostratgeber, weil ich möchte einfach Menschen an die Hand nehmen. Ich möchte sagen, pass auf, der Trost ist super wichtig, weil wenn wir ungetröstet sind in der Kindheit, ne.
Madlen: Schön. Du schreibst auch ein Buch über Mut.
Petra I Trost-Tiger: Das ist ... Das begleitet uns ein ganzes Leben. Und wir können dann ganz schlecht auch andere trösten, wenn wir selber noch so ein ungetröstetes Kind sind. Aber das Gute, und das beschreib ich auch in dem Buch, wir können uns selber nachträglich trösten. Wir brauchen, selbst wenn wir niemanden haben, haben wir die Fähigkeit. Und das hab ich eben einfach mit mir selber auch gemacht. Ich hab's so praktiziert. Ich habe mich nachträglich getröstet. Dieses Kind, weißt du ...
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: was da noch im Keller sitzt und auf die Sonne wartet und denkt, nee, ich komm aus diesem Keller nie raus, hab ich bewusst an die Hand genommen. Hand in Hand, weißt du? Und man ... weil ich schreibe da, Trauer liebevoll begleiten, darum geht es. Also deine eigene Trauer selber liebevoll begleiten. Das ist so richtig wichtig.
Madlen: Auf das Thema. Ganz, ganz wichtiges Thema, weil das habe ich selber ja auch in meiner Erfahrung oder in meiner Entwicklung, eine Schale nach der nächsten Schale schälen, wirklich auch da in meine volle Größe zu kommen, habe ich das ja genauso erlebt. Ich habe dann irgendwann ein Foto gehabt von mir selber, ein Bild von mir, wo ich irgendwie so drei, vier Jahre alt war. Und mit dem Kind kann ich heute in Verbindung gehen. Dieses Kind sehe ich immer, wenn mal irgendwas ist. Und es wird immer so sein, egal wo du stehst, wie erfolgreich du bist, du wirst immer wieder mal Momente haben, wo du dich selber auch mal trösten darfst, wo du selber mit dir ins Gespräch kommen darfst, wo du dich selber in den Arm nehmen darfst. Und das ist so wertvoll und das ist so befreiend, weil dann kannst du die Tränen rauslassen, dann kannst du weinen und dann geht es dir danach richtig gut, weil du es erkannt hast.
Petra I Trost-Tiger: Total. Es gibt ja dieses schöne Weinen, genau. Und das hab ich auch immer erzählt. Ich hab irgendwann angefangen, loszulassen. weiß noch. Also, wo dann endlich diese Tränen rausdurften und ich dachte, Gott, das hört nie auf. Aber es war auch gleichzeitig so schön. mein Gott. Das alles, ich hab richtig gezittert. Also, wenn man das richtige Weinen, weißt was ganz tief geht, das Also, das nimmt so alles ein. Dein ganzer Körper weint eigentlich. Weißt der zittert, und das ist nicht schlimm.
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: Weil der alles loslässt und alles in Aufruhr ist. Und das ist gleichzeitig so wichtig, das da noch mal reinzufühlen. Natürlich ist es gut, wenn man eine Begleitung hat. Aber du kannst es auch selber machen. Oder du nimmst eine Freundin zu einem. Vielleicht haben wir doch einen Menschen an unserer Seite, dem wir vertrauen, der dabei sein kann. Ja, das hilft natürlich total. Weil dadurch werden dann Energien frei, die dann wiederum
Madlen: Ja.
Petra I Trost-Tiger: dir natürlich helfen sozusagen, ja, auch wieder lebendig zu werden, ins Leben zu kommen und dann eben auch deine Träume zu verwirklichen. Weil du brauchst natürlich Kraft, Energie und Mut dafür. Geschenk kriegen wir natürlich nichts, das ist klar.
Madlen: Ja. Ja, aber durch die Verbindung ist es ja wieder, das ist energetisch. du gerade sagst, machen wir ja auch den Raum auf. Wir geben noch mehr an die, in die Welt raus. Wir senden Liebe aus. Und wenn wir uns da gegenseitig verbinden mit Menschen, ohne dass wir jetzt sagen, dass es Mitleid ist, sondern es geht dieses Mitgefühl zu sagen, okay, ich verstehe dich und gleichzeitig aber auch, was kannst du denn jetzt brauchen, ⁓ wieder rauszukommen aus dieser Trauer, wieder das Schöne im Leben zu sehen, sich wieder ... an dein Ziel zu erinnern, deine Vision, deinen Wunsch zu erinnern, vorwärts zu gehen.
Petra I Trost-Tiger: Ganz genau, weißt du, Trost, die Leute denken immer, Trost ist irgendwie was Schweres und ja, wie tröste ich denn, das ist immer, kriege ich ganz viele Fragen gestellt. Und es gibt natürlich einen Unterschied zwischen dem Trost und dem Vertrösten. Ich weiß nicht, ob du jetzt vielleicht direkt wüsstest, was so der Unterschied ist, schon am Klang. Das Vertrösten machen aber viele, indem sie das Wett machen wollen, wenn sie sagen wollen, ja, aber ist ja nicht so schlimm und wird schon wieder ...
Madlen: Aufschieben,
Petra I Trost-Tiger: Es ist einfach dieses,
Madlen: wegschieben.
Petra I Trost-Tiger: dass man im dem Moment die Trauer des anderen gar nicht aushalten kann, weil es dich selbst so triggert. Für Eltern ist das mit Kindern, aber auch mit einer guten Freundin vielleicht, wo du auch vielleicht impulsiv sagst, ja, aber guck doch mal das da, aber guck mal, da wird's schon wieder besser und jetzt sieht das nicht so schwarz und so. Das ist kein Trost. Das ist fair trösten. Und ein wahrer Trost ist wirklich, da zu bleiben. Ich bleibe hier, ich setze mich neben dich.
Madlen: nicht zulässt. Ja.
Petra I Trost-Tiger: Und jetzt weinen wir beide hier. Ich bleibe bei dir und weine und lass alles raus, weißt du? Und egal, wie es dir jetzt geht, so, zeig deine Trauer und ich bleibe einfach hier bei dir. Ich halte das mit dir aus. Das ist der Trost, den wir brauchen, weil dann wird unser Gefühl gesehen, weißt du? Weil wir, das Gefühl, Trost oder das Gefühl Trauer möchte einfach auch gesehen werden, möchte gefühlt werden. Wenn wir das nicht durchfühlen, dann wird es
Madlen: einfach sein. Wunderschön.
Petra I Trost-Tiger: immer wieder kommen. Es gibt ja diesen schönen Spruch, nee, es gibt diesen Spruch, ich weiß nicht, wer den gesagt hat, jede Träne, die du nicht weinst, stellt sich hinten wieder an, weißt du? Also der ist schön, ich weiß nicht, wo und der ist. Das ist einfach so. Also die Tränen wollen halt geweint werden und da geht auch kein Weg, da kriegen wir auch keinen Umweg hin. Ich habe auch immer versucht, so drum herum zu laufen. Ja, gelingt in dem Moment, aber
Madlen: Richtig, nur wegdrücken ist halt nicht ausreichend. Du darfst wirklich reingehen. Der ist kann Zeit drücken, aber je älter wir werden, umso mehr kommt es raus. Umso mehr wird man da sitzen und grübeln und wieder drüber nachdenken, warum sind Ihnen die Sachen so gelaufen, warum denn nicht anders. Aber dieses Warum ist nicht die Lösung, sondern das Annehmen, den Schmerzfühlen. Und dann das als Energie wieder nutzen, weiterzugehen und das loszulassen, in Liebe loszulassen. Das bedeutet ja nicht, dass die Menschen weg sind, die gehen, sondern sie sind ja immer noch in unserem Herzen, wenn wir das wirklich wollen, wenn wir den Kontakt...
Petra I Trost-Tiger: immer mehr. Absolut. Ja. ganz genau. Total, absolut. So ist es nämlich. die bleiben. Also ich sag ja immer, meine Mutter ist präsenter denn je. Also die sieht ja alles, die sieht mein Trostigerprojekt, die hat ja sozusagen auch den Impuls dazu gegeben. Die ist da total präsent. Also meine Tochter und ich, lachen ja oft, weil wir sagen, ach Mama ist wieder dabei. Und mittlerweile nehmen wir die auch mit. Bild, die guckt mich auch jetzt hier wieder so an, die ist in so einem Bild hier. Und wenn wir auf Messen gehen, wir sind auf der Messe Leben und Tod. Es ist so eine Messe eben, ja, wir haben Thema Leben und Tod, wie der Name schon sagt.
Madlen: Ja. Ja. Ja. Das
Petra I Trost-Tiger: Da haben irgendwann auch Leute gesagt, ja, stell doch ein Bild von ihr auf, weil irgendwie gehört sie doch hierhin. Hör mal, seitdem haben wir immer ein Bild mit ihr und sie steht da und sie ist einfach an dem Stand und es ist so magisch, weil du spürst einfach die Energie. Also bei uns wird immer geweint, umarmt an unserem Stand, getröstet. Ja, natürlich.
Madlen: Ja. Und das gehört auch zum Business dazu. Das gehört ja auch im Unternehmertum mit dazu. Wir müssen nicht nur die harten, starken Frauen sein, sondern wir dürfen auch weinen, wir dürfen lachen, wir dürfen Spaß haben und auch mal wütend sein, alles zusammen und dürfen das zeigen, wie du es gerade sagst.
Petra I Trost-Tiger: Ne. Absolut. Ja, alles zeigen. alles zeigen und vor allen Dingen das Geheimnis ist ja auch dann noch, weil weißt du, ich bin nicht die geborene Unternehmerin, ich bin auch nicht die geborene Verkäuferin. Mein Vater sagt jetzt schon immer, Petra, du verkaufst ja kein Bild, lass mich das mal machen, so